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Bedienungsanleitung

Vorwort

Wir beglückwünschen Sie zum Kauf eines Rassekaninchens. Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung sorgfältig durch, um sich mit der Bedienung Ihres Exemplars vertraut zu machen und einen störungsfreien Betrieb über viele Jahre hinweg zu sichern.
 

Gerätepass

Baureihe: KaninchenSerien-Nr. (Täto):
Modell (Rasse):Geschlecht:   männl.  weibl.

Lieferumfang

Ihr Kaninchen wird ab Werk fertig montiert geliefert und bietet folgende Ausstattungsmerkmale, deren Funktion nachstehend erklärt wird:
Bauplan 1  Stereo-Richtmikrofone

2  Energieversorgungs-Öffnung

3  Geruchssensoren

4  Haltevorrichtung

5  weiche Gehäuseoberfläche

6  Düngemittelausgabe

7  Geländereifen mit Spikes

Audiofunktionen

Ihr Kaninchen ist mit zwei Hochleistungs-Richtmikrofonen (1) ausgestattet, die in der Lage sind, Ihre Stimme aufzuzeichnen und zwecks späterer Wiedererkennung zu speichern. Eine Ton-Ausgabe ist nicht vorgesehen und in jedem Falle Anzeichen einer Fehlfunktion.
Zur Identifizierung Ihres Kaninchen-Exemplars trägt das rechte Mikrofon die Bezeichnung des Herstellers (Vereines), während links das Produktionsdatum (Tierkennzahl) eintätowiert ist. Die erste Zahl gibt dabei den Monat und die zweite das Jahr (einstellig) an, während die dritte Zahl eine laufende Nummer darstellt. Ein Exemplar mit dem Täto "2.7.1" ist also im Februar 2007 hergestellt worden.

Energieversorgung

Ihr Kaninchen benötigt keine Batterien, sondern wird durch die Zufuhr nachwachsender Rohstoffe mit Energie versorgt.

Die Öffnung für die Energiezufuhr (2) befindet sich an der Vorderseite des Gerätes und öffnet sich automatisch, sobald die darüberliegenden Geruchssensoren (3) stimuliert werden.

Folgende Energieträger tragen zum Funktionserhalt Ihres Kaninchens bei: Trockenfutter (Pressfutter, sog. Pellets), Wasser, Heu, Stroh, trockenes Brot (kleine Mengen), Haferflocken, sowie in Maßen und nur zusätzlich zum Trockenfutter: Möhren, Topinambur, Beinwell, Äpfel.

Schädlich und zu schweren Defekten führend sind: Mutterkorn von Getreide, Herbstzeitlose, Bingelkraut, Kartoffelkeime, rohe Bohnen, Fingerhut, Wasserschierling, Hundepetersilie, Tollkirsche, Nachtschatten, Goldregen, Eiben, größere Mengen Kohl.

Transport

Für den bequemen Transport über kurze Strecken ist Ihr Kaninchen mit einer integrierten Haltevorrichtung (4) ausgestattet, die sich in seinem Nackenfell befindet, in das zu diesem Zwecke fest hineingegriffen werden muss.

Für längere Wege empfiehlt es sich, Ihr Kaninchen mit der Geräteunterseite am Körper zu tragen und mit beiden Händen abzustützen.

Um eine problemlose Handhabung zu gewährleisten, sind alle unsere Modelle mit einem weichen, besonders hautfreundlichen Naturstoff (5) bezogen, der sich 2-mal im Jahr von selbst erneuert (Haarung).

Aufbewahrung

Wenn Sie Ihr Kaninchen längere Zeit nicht benutzen, empfiehlt sich die Aufbewahrung in einem hölzernen Käfig mit Drahtgitterfront, dessen Größe sich nach der Hubraum-Klasse Ihres Kaninchens richtet:
Zwergrassen (< 2 kg):60x60x50 cm      Mittelgroße (< 5 kg):90x80x60 cm
Kleinrassen (< 3,5 kg): 80x60x50 cm      Riesen (> 5 kg):120x80x60 cm

Zugluft ist außerordentlich schädlich, der Kaninchenstall sollte also hinten und an den Seiten dicht sein und keine Lücken und Luftschlitze in den Wänden aufweisen.

Die Betriebstemperatur Ihres Kaninchens liegt bei 5 °C bis 25 °C. Es ist daher vorteilhaft, wenn der Stall gut isoliert ist, z.B. durch Doppelwände und den Einsatz von Luftpolsterfolie. Eine Kaninchenhaltung auf Stroh sorgt für zusätzliche Wärme. Gefährlicher als Kälte ist zu große Hitze. Der Stall sollte daher keinesfalls in der prallen Sonne stehen.

Fortbewegung

Ihr Kaninchen wird mit einem automatischen Fahrwerk ausgeliefert, das auf einen hoppelnden Geländegang voreingestellt ist. Die Reifen (7) sind mit nachwachsenden Spikes (Krallen) ausgestattet, die zweimal jährlich auf TÜV-Länge gekürzt werden sollten.

Zur Kollisionsvermeidung sind an der Gehäusefront drahtähnliche Abstandshalter (Tasthaare) montiert, die ein sicheres Rangieren ermöglichen.

Wartung

Ein besonderer Zusatznutzen Ihres Kaninchens ist die Produktion von Düngekugeln, die in unregelmäßigen Abständen aus einer Öffnung an der Geräteunterseite (6) ausgeworfen werden. Aus Hygienegründen empfiehlt es sich, diese in sogenannten "Kotschubladen" aufzufangen.

Das Kaninchen wird dabei (zumindest teilweise) auf einem Plastik- oder Drahtrost gehalten, durch den die Düngekugeln in eine flache Kunststoffwanne fallen, die mit Einstreu gefüllt ist. Diese Kotschublade wird alle ein oder zwei Wochen einmal herausgezogen und entleert. Zusätzlich wird der Stall selbst gesäubert und bei Bedarf desinfiziert.

Auf diese Weise werden Geruchsbelästigungen vermieden und der Dünger kann nutzbringend kompostiert werden.

Technische Störungen

Die am häufigsten auftretenden Defekte dieser Baureihe sind folgende:

1. "Ansteckender Schnupfen", eine Kaninchenkrankheit, die sich durch Ausfluss an den Geruchssensoren und Niesen bemerkbar macht. Neben dieser schweren Funktionsstörung gibt es auch bei Kaninchen noch einen harmlosen Schnupfen, der mit dem menschlichen vergleichbar ist. Zur Reparatur empfiehlt sich Thymian.

2. Durchfall, der auf verschiedene ansteckende Krankheiten zurückgehen kann (z.B. Kokzidiose), sofern er nicht ausschließlich ernährungsbedingt ist (s.o.). Zur Reparatur kann Eichenlaub gegeben werden.

3. Myxomatose: Kaninchenseuche, die folgendes Krankheitsbild zeigt: Zunächst Schwellungen an den Augenlidern, im Kopfbereich, schließlich am ganzen Körper. Konsultieren Sie in diesem Falle Ihren Servicetechniker (Tierarzt).

4. Die gefährlichste Kaninchenseuche ist RHD (auch "Chinaseuche") und weist folgende Symptome auf: Fieber, Blutungen der Atemorgane, Blutausfluss.

Gegen RHD und Myxomatose können Sie Ihr Kaninchen vorbeugend in der Servicewerkstatt (Tierarzt) impfen lassen. Bei einigen Modellvarianten ist dies bereits serienmäßig geschehen - fragen Sie Ihren Fachhändler.

Kompatibilität mit baugleichen Geräten

Modelle unterschiedlichen Geschlechts sollten ab einem Alter von 3 Monaten nicht zusammen aufbewahrt werden, da sich die Anzahl der Einzelgeräte sonst sprunghaft vergrößert.

Zwei männliche Modelle vertragen sich nur in den seltensten Fällen miteinander, da sie einander als Rivalen betrachten und bekämpfen. Eine Stilllegung der Reproduktionseinheit (Kastration) kann zuweilen Abhilfe schaffen.

Weibliche Modelle harmonieren in einigen Fällen miteinander, sollten aber eine Zeit lang unter Beobachtung gehalten werden.

Problemlos und besonders empfehlenswert ist die Kombination unserer Kaninchen-Modelle mit der Baureihe Meerschweinchen.

Haltbarkeit

Bei guter Pflege und Beachtung aller Gebrauchshinweise können Sie bis zu 10 Jahre lang Freude an unserem Produkt haben. Bei Bedarf kann es auch schon früher einem kulinarischen Recycling zugeführt werden.

Da bei der Produktion ausschließlich natürliche Rohstoffe zum Einsatz kommen, stellt auch die Verwertung von Altgeräten keine Umweltbelastung dar.

 


© Michael Budde, Kaninchenzucht.De (www.kaninchenzucht.de)
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Wichtiger Hinweis: Diese Anleitung sollte mit Humor gelesen werden.